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FOGBLOG August 2007

Nov.06Dec.06Jan.07Feb.07Mar.07Apr.07May.07Jun.07Jul.07Aug.07Sep.07Dec.07Feb.08May.08

(:blogentry title="bense on the bridge" time="2007-08-29 23:12":)

Zweite Begegnung mit Elisabeth Walther in Stuttgart, Besprechung der Existenzmitteilung.

(:youtube l6o8Cl-P2HE:)

Am Ende gabs noch eine Überraschung: Foto von Max Bense auf der Golden Gate, kurz vor der Kolik

(:blogentryend:)

(:blogentry title="urologische erörterungen" time="2007-08-28 22:17":)

Telefoninterview mit Dietmar Schnorr, Stellvertretender Leiter der Urologischen Klinik und Poliklinik der Charité.
Textinterpretation der Existenzmitteilung aus fachmedizinischer Sicht, Bericht über die Schmerzerfahrung von Patienten mit einer Nierenkolik.

(:quicktime http://webuser.fh-furtwangen.de/~fetzner/fogpatch/temp/telefon_schnorr.mov width=500 height=30 autostart=no :)
23min, leicht gekürzt

"Wenn der ph-Wert des Urines bei 5 ist, wird die Harnsäure als Kristall abgelagert."
"Der Patient mit der Kolik ist der motorisch unruhige Patient, der hin- und herläuft, weil er Schmerzen hat."

(:blogentryend:)

(:blogentry title="nebelkammer" time="2007-08-25 19:25":)

''In der Physik wird mit der Wilsonschen Nebelkammer (benannt nach ihrem Erfinder Charles Thomson Rees Wilson, 1869-1959) ein Teilchendetektor bezeichnet, welcher die Bewegung von geladenen atomaren Teilchen sichtbar macht.

Eine Nebelkammer ist meist mit einem übersättigten Luft-Alkohol-Gemisch (Ethanoldampf) gefüllt. Wenn ein geladenes Teilchen das Gas durchquert, ionisiert es einzelne Atome des Gases. Ist die Kammer staubfrei, wirken die so entstandenen Ionen als Kondensationskerne und somit entstehen auf dem Weg der Ladung durch die Nebelkammer sichtbare Kondensationsstreifen, auch Kernspur genannt. Durch Ablenkung des geladenen Teilchens in einem geeigneten elektrischen oder magnetischen Feld können aufgrund der entstehenden Bahnkurven Aussagen über Spin, Masse, Ladung und letztlich Art des Teilchens gemacht werden. Die sichtbaren Kondensationsstreifen werden mit einer geeigneten Kamera fotografiert. Dabei entstehen die so genannten Kernspuraufnahmen.''

aus Wikipedia

Auch Max Bense war ein geladendes Teilchen mit Spin, Masse und Ladung, das im August 1969 durch eine Nebelkammer ging.

Hinweis von Barney Haynes vom CCA. Es gibt jetzt endlich eine Visualisierung der Nebelentwicklung in der Bucht bei SFGate.com

(:blogentryend:)

(:blogentry title="brückenrenderings" time="2007-08-20 11:24":)

(:quicktime http://webuser.fh-furtwangen.de/~fetzner/fogpatch/temp/bridge_s8.mov width=500 height=300 loop=true controller=yes autostart=yes:)

Super 8 Aufnahmen mit Max/MSP/Jitter nachbearbeitet

(:blogentryend:)

(:blogentry title="manfred mohr" time="2007-08-16 13:10":)

Gespräch mit dem Künstler Manfred Mohr in seinem Atelier in Manhattan

Themen waren Mohr`s Weg zur generativen Kunst Mitte der 1960er Jahre, C.P. Snow`s Slogan der Two Cultures, das Verhältnis von Grafik und Raum, die jahrzehntelangen Hyperwürfelstudien des Künstlers und seine Einschätzung zum Verhältnis von Betrachter und Interaktivität. Manfred Mohr wurde in seiner Arbeit positiv von Max Bense beeinflusst, sieht aber auch die Grenzen von dessen ästhetischen Betrachtungen.

(:youtube _1wOYDOavq4:)

(:blogentryend:)

(:blogentry title="brooklyn bridge" time="2007-08-14 17:47":)

Die Brooklyn Bridge (BB) erscheint im Vergleich zur Golden Gate (GG) klein und geradezu barock. Ganz im Gegensatz zur GG entfaltet das knapp 50 Jahre ältere New Yorker Vorbild seine Wirkung aus der Fußgängerperspektive und nicht aus der Ferne. Als Fußgänger läuft man in Brückenmitte und spürt von jedem Ort die Symmetrie der komplexen Verspannung, die das Bauwerk in alle Richtungen aussteift. Auch wird die Brücke aufgrund der deutlich geringeren Spannweite von 486m und der vielen kleinen seilartigen Querschnitte aus jedem Blickwinkel heraus als Hängeseilkonstruktion empfunden, was bei der GG nur aus großer Distanz der Fall ist. Im einen Fall wird der sechsspurige Verkehr kaum wahrgenommen, während er im anderen die Wahrnehmung sowohl akustisch, wie visuell dominiert.

Die Brooklyn Bridge erscheint wie ein Saiteninstrument, gleich dem Innenraum eines Pianos. Über dem Hudson fühlt man sich in einen Cocon verstrickt, während die Überbauung der Baymündung die landschaftliche Weite und den offenen Himmel, vor allem aber die Vertikale betont betont. David Hockney wollte diesem Gefühl mit seiner bekannten Photocollage Ausdruck verleihen, was ihm bei dem kalifornischen Pendant wahrscheinlich nicht gelungen wäre. Oder anders gesagt; Benses Psyche, vielleicht auch seine Nieren wären über dem Hudson sicherlich unbeschadet geblieben.

(:quicktime http://webuser.fh-furtwangen.de/~fetzner/fogpatch/temp/brooklyn.mov width=500 height=300 loop=true controller=yes autostart=no:)

(:blogentryend:)

(:blogentry title="nonspheres IV" time="2007-08-08 08:44":)

Beobachtungen des Projektarchitekten Finckh aus Berlin:

"..fall ich doch gestern auf dem Heimweg in eine Ausstellung im Program (Initiative for Art + Architectural Collaborations in der Invalidenstraße - so was in der Art, wie wir's vor Jahren mit UrbanIssue mal hatten) - sie Fotos..

Das Seilgitter ließ sich wunderbar zum Schwingen und Schlottern anregen und im Hintergrund flimmerte vielversprechend ein Monitor. Sehr ortsbezogen, der arme Kerl musste Dutzende von Löchern bohren! Alles ausschließlich auf Zug und mit Spannschlössern gestrafft. Die groben Details dabei gefallen mir allerdings nicht so gut, weil sie das Problem des Verbindens so deutlich in den Vordergrund rücken, das will man doch in dem Zusammenhang nicht wirklich sehen - das Gitter wäre in abstraktrerer Erscheinung wesentlich wirkungsvoller. Die grünen Flächen ergänzen sich aus dem Blickwinkel der Videokamera neben dem Eingang zum Rechteck. Deren Bild mit Besucher und der Struktur in der er sich bewegt, wird mittels Bluescreen-Technik mit laufendem Videomaterial über eine Aktion in einer geodätischen Kuppel (Teufelsberg) überlagert, was sozusagen den Background bildet. Natürlich ging es mal wieder um die notorische "zeitgenössische Spannung zwischen Natur und Technologie".. Der Künstler, Luis Berríos-Negrón aus Puerto Rico, war am MIT und arbeitet auch mit Architekten (z.B. Graft) zusammen. Die Installation heißt sinnigerweise "Nonspheres IV" und der Meister schwallt in Ami-typischer Weise über experience und tralala, naja.

Für einen Tänzer wären die Zwischenräume so optimal, würde ich sagen. Sie zwingen zu Reaktionen wegen des Maßverhältnisses zum Körper und lassen dennoch genügend Raum für Aktivitäten.

Bensegrity könnte sich als erweiterbare Geschichte mit vielen Anknüpfungspunkten im Ursprungsmodul in einer ähnlichen Maßstäblichkeit bewegen. Der Festo-Muskel wäre toll, sollte aber recht zurückhaltend und subtil, doch gerade dadurch überraschend eingesetzt werden. Wenn ich mir die Aufnahmen vom letzten Modell im Netz nochmal ansehe, ist das schon sehr spannend. Bensegrity als Struktur im Sinne von einer gestalteten "Non-Gestaltung" ist ganz wesentlich der Kondensationspunkt für alles Weitere. Ich versuche bei dem Kopf-Detail die Funktionen des Montierens, Spannens und Klemmens nach Möglichkeit auszublenden. Mir wurde auch bewusst, welche Rolle das gescreente Material spielt und dass es einigermaßen hochwertig aufbereitet sein müsste. Viel Arbeit noch.."

(:blogentryend:)

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