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FOGBLOG March 2007

Nov.06Dec.06Jan.07Feb.07Mar.07Apr.07May.07Jun.07Jul.07Aug.07Sep.07Dec.07Feb.08May.08

(:blogentry title="brückenseil" time="2007-03-29 12:43":)

Für $45 ein 3D-Modell von der Brücke im Netz gefunden. Die organische Topografie an den Ufern ist das Pendant
zu den Nierensteinen. Ausserdem 20m Seil gekauft, das eine hängt parabelförmig im Raum und das andere pendelt.

Leider gibt es von der Golden Gate nur eine Webcam in schlechter Auflösung. Dafür recht gute Satellitenbilder der
Bay mit den aktuellen Nebelinformationen

(:blogentryend:)

(:blogentry title="men`s faculty club" time="2007-03-24 21:45":)

Dreitägige Konferenz im Men`s Faculty Club an der Uni in Berkeley. Eine relativ kleine Runde mit
bekannten Forschern diskutiert zum Thema Pictures in Art, Science, and Engineering.

Heute war die Perspective Session und es ging in mehreren Vorträgen um den Bezug der niederländischen
Malerei zur modernen Computergrafik. Der Zusammenhang, den auch ich in meinen Vorlesungen versuche
herzustellen, ist hier ziemlich selbstverständlich und ganz offensichtlich fruchtbar.

Der englische Künstler Patrick Hughes demonstrierte seine
dreidimensionalen Bilder.

Eine interessante Anregung kam von Christopher Tylor. Er zeigte eine Zeichung von Escher, um den
telegraph wire effect zu erläutern. Liegt man auf dem Rücken und schaut nach oben auf zwei parallele
Stromleitungen, fluchten diese in beiden Richtungen auf jeweils einen Punkt.

Sie müssen demnach gekrümmt auf der Netzhaut abgebildet werden.

Ein für mich spannender Bezug zu einer Aufnahme, die ich gestern auf der Golden Gate gemacht habe.
Mittlerweile habe ich nämlich einen ersten Ansatz für die Rauminstallation, in der ich mit einem parabelförmigen
Seil arbeiten möchte.

https://www.youtube.com/watch?v=Fuh_6xGOvog

Und einen Brückenbezug gab es auch; David Hockney`s curved perspective auf der Brooklyn Bridge 1992.
Schöne Schuhe, sind hier eher die Ausnahme.

Rechts "Bridge" von dem Futuristen Joseph Stella aus dem Jahr 1936, hängt hier im SFMOMA.

(:blogentryend:)

(:blogentry title="point reyes" time="2007-03-23 20:54":)

Heute Ausflug nach Point Reyes, wo The Fog gedreht wurde. Laut Aussage des Metereologen Dave Dempsey
an der SFSU einer der nebelreichsten Orte der Erde. Wir hatten eigentlich einen herrlichen Tag mit Sonne, aber
vorne an der Landzunge kamen ständig kleine Nebelschwaden hochgezogen.

https://www.youtube.com/watch?v=Dri01hoMEAg

(:blogentryend:)

(:blogentry title="crowdsourcing" time="2007-03-22 10:24":) Gestern mit Tim auf einem Vortrag der Kreativdirektorin Valerie Casey von frog design im Apple Store gewesen.

In seinem iPlot bespricht er die Situation begeistert und es waren tastsächlich äusserst eloquent und attraktiv vorgetragene Thesen zum Thema crowdsourcing mit den schon fast gewohnten Versatzstücken französischer Philosophie und vulgärer Internetkultur zu hören. Auf die eigentliche Frage, welche Rolle die selbstreferentielle Designerwelt mit Ihren Traditionen und Codes in diesem Spiel tatsächlich noch einnimmt, lieferte die Referentin mit charmanter Arroganz die beruhigende Antwort: trotz wisdom of crouds bleibt alles beim alten, Gestaltkompetenz bleibt teuer und im Besitz von wenigen.

Die versammelte Designercommunity konnte den Apfeltempel also beruhigt verlassen und im Anschluss beim Bier Neuigkeiten vom Immobilienmarkt austauschen.

(:blogentryend:)

(:blogentry title="vor der brücke" time="2007-03-19 10:46":)

Blick von Anselm Adams auf die Einfahrt in die Bucht 1932, kurz vor dem Bau der Golden Gate Bridge.
Am rechten Uferrand Fort Point.

75 Jahre später, Perspektive in entgegengesetzter Richtung mithilfe bildgebender Verfahren und Ultraschall
ohne Wasser, dafür in Farbe. Den Himmel lässt man dann besser weg, sonst wird es endgültig zu bunt.

Prof. David Dempsey (Meterologe an der SFSU, treffe ich morgen) schreibt mir heute in einer Mail:

There are some telling passages in your concept Web page on Max Bense: "Max Bense was vigorously
concerned from the 1940s with the predictability of the world." Forecasting the details about where and
when our coastal fog will come and go turns out to be a very hard problem, particularly for regions as small
as the mouth of San Francisco Bay!

(:blogentryend:)

(:blogentry title="Survival Research Labs" time="2007-03-16 14:42":)

V1 Rakentenperformance von SRL, 2005

Gestern im Rahmen des Seminars am CCA einen faszinierenden Vortrag von Mark Pauline gehört, der 1978
die Survival Research Labs gründete. Selten jemanden so unprätentiös und witzig erlebt, aus der
Situation heraus mit seiner zweieinhalbjährigen Tochter. Dem Mann fehlen an seiner rechten Hand alle Finger,
weggesprengt bei einem seiner wahnwitzigen Medienexperimente mit Starkstrom, Feuer und TNT.

Was Pynchon mit Texten macht, erledigt Pauline im Handumdrehen mit 40 Gallonen Flugbenzin und 10.000 Volt.

Hier ein schönes Video mit Erläuterung des German Design der V1-Rakete.

(:blogentryend:)

(:blogentry title="stardust" time="2007-03-10 10:26":)

Foto: Reuters

Mit einer gewaltigen Sprengung ist am Dienstag das legendäre Stardust-Hotel in Las Vegas abgerissen worden.
Das 48 Jahre alte Casino, einst die größte und luxuriöseste Prachtherberge der Spielerstadt, macht für einen
Hotel-Neubau mit mehr als 5000 Zimmern und einem Einkaufszentrum Platz. Über Jahrzehnte hinweg war es der
Treffpunkt für Stars wie Frank Sinatra und sein Rat Pack. Die Illusionisten Siegfried und Roy traten im Stardust auf.
Das Hotel war auch die Kulisse für den großartigen Gangsterfilm "Casino", bei dem Martin Scorsese Regie führte.

Aus der SZ von heute.

(:blogentryend:)

(:blogentry title="elektroschrott" time="2007-03-15 21:41":)

Heute mit dem Recombinant Media Kurs von Barney Haynes am CCA in San José Elektronikläden
nach Material für Installationen durchforstet. Weckt deutliche Erinnerungen an Materialbeschaffungen auf
Brick Lane Market 1992/93.

Silicon Valley. In jedem Stück Elektronikschrott steckt ganz Amerika drin.

Alles ist einfach immer fett und riesig hier. Die Laune, die Autos, die Portionen und die Menschen.
Mechanikteile in diesem Land sind grundsätzlich von einer groben, unbehauenen, unzerstörbaren Martialität.
They last forever, 150%, alles auf Sicherheit gebaut. Das fiel mir schon mit 13 Jahren auf, als ich in
Washington die originale Mondlandefähre zu Gesicht bekam, mit der die Crew von Apollo 13 im Pazifik
gelandet ist. Ich war enttäuscht und fasziniert zugleich, als ich den Sperrhebel zum Verschliessen und
Öffnen der Tür gesehen habe. Das war einfach eine lieblos hingearbeitet Stahlzange mit einem Hebel von
mindestens 50 cm, ohne jede Verkleidung, nackt, nüchtern und brachial festgenietet. Die Tür musste eben
immer funktionieren, man stelle sich vor sie hätte nach der Landung auf dem Mond geklemmt. Diese Haltung
den Dingen gegenüber findet sich hier im Triangle-Store in San José in jedem Kippschalter.

Die Antithese dazu ist italienisches Design. Das klemmt hin und wieder sieht aber grandios aus. Wird hier
natürlich belächelt, dafür fehlt den amerikanischen Dingen und auch vielen Menschen hier Eleganz. Diese
kommt dann durch die Hintertür über Immigranten ins Land, auffallend z.B. durch die Filipinos.

40 Mio Tonnen globalisierter Elektroschrott pro Jahr werden dann in Indien per (Kinder-)hand sortiert.
Dann besser zu TRIANGLE MACHINERY & TOOL Co.

(:blogentryend:)

(:blogentry title="bücher" time="2007-03-03 08:23":)

Das sind die Bücher, die ich hierher mitgenommen habe. Klaus Theweleit hat mir nach unserem Gespräch
noch Pocahontas in Wonderland mitgegeben - eine prima Bücherstütze neben Topos Raum.

(:blogentryend:)

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