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BerndDudzik

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Bernd Dudzik

fp1 | 2007/08

Regelkreise, Tracking

Student Online Medien, Hochschule Furtwangen

Die Arbeit an fogpatch war vieles, aber vor allem eines: Anders als alles was ich zuvor gemacht hatte.

Meine Aufgabe im Projekt fogpatch sollte darin bestehen, den digitalen "Körper" der Installation zu konstruieren und ihr, sozusagen, Leben einzuhauchen. Aus all den einzelnen Komponenten etwas zu erstellen, was mehr sein sollte, als nur die bloße Summe seiner Teile. Die Prinzipien der Kybernetik mit ihren feedback-gesteuerten Regelkreisläufen waren mir zu diesem Zeitpunkt noch vollkommen fremd und ich hatte nicht die geringste Ahnung worauf ich mich einzustellen hatte. Doch etwas reizte mich unglaublich daran. Ich glaube, dass es genau das war, was uns alle als Projektgruppe so eng miteinander verbinden und uns so für das Thema begeistern sollte: Der Konflikt hinter dem Projekt fogpatch, der Konflikt zwischen den zwei Betrachtungsweisen der Kunst und der Technik auf die Welt, war unser Konflikt. Gerade als Angehörige einer Fakultät names Digitale Medien, die zwei ihrer Schwerpunkte auf Gestaltung und Technologie gelegt hat. Die große positive Resonanz von vielen Studenten auf unser Arbeitsergebnis hat mich nur in meiner Aufassung bestätigt. Mit fogpatch bot sich mir die einmalige Gelegenheit nichtnur an einem Projekt mit zu arbeiten, das genau dies thematisiert und aufzeigt das Theorien wie die von Max Bense auch heute noch brandaktuell sind, sondern zu seiner Umsetzung auch innovative Technologien wie max/msp/jitter einzusetzen, die versuchen Kunst und Technik einander näher zu bringen.

Unser Ergebnis, kann man sagen hat sich genauso mit uns entwickelt wie wir mit ihm. Durch das ungewohnt freie Projektmanagement (bei dem öfters so schien, als sei der Weg das Ziel, man aber dennoch irgendwie immer dort ankam wo man hinwollte) hatte man den nötigen Freiraum um sich in die komplexe Thematik einzuarbeiten und seine gewonnenen Erkenntnisse in den nächsten Schritt einzuarbeiten. So kam es, dass in dem selben Maße in dem sich mir neue Querbezüge und Parallelen zu ganz anderen Themengebieten eröffneten, mein Teil am Projekt sich zunehmend verdichtete und konkretisierte.

Fogpatch hat mich selbst nichtnur technisch, sondern auch menschlich weitergebracht. Einen großen Anteil daran hatte das wunderbare und wunderbar kreative Klima innerhalb der Projektgruppe und auf Seiten unserer Betreuer und die Leidenschaft mit der jeder Einzelne seinen Part erledigte. Mir persönlich wird fogpatch sicherlich fehlen. Es freut mich, dass das Projekt fortgeführt wird und einen solch namhaften Technologiepartner wie Festo für sich gewinnen konnte.

"Der maisgelbe Flocke schlägt die vaskuläre Lasagne." - ExistenzMitteiler_fogPanse

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