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Regelkreise

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Verantwortlich: Bernd Dudzik

Konzept

Das Ziel des Arbeitspaketes Regelkreise ist es dem Bensegrity mittels Feedback-Loops 'Leben' einzuchauchen. Sensorischer Input soll dazu in die Installation zurückgeleitet werden um Output zu produzieren, der wieder zurückgeführt wird usw. Dabei stellt sich Fragen betreffs der Steuerbarkeit der Installation durch einen Betrachter. Ist sie unmittelbar beeinflussbar und ihr Verhalten schnell vorhersagbar? Besitzt sie einen eigenen Grundzustand oder wird sie nur durch das Feedback gesteuert? Beobachtet das Konstrukt nur sich selbst oder erlaubt es dem Betrachter ein Teil des Regelkreislaufes zu werden?

In Zusammenhang mit diesen Fragen ist das Konzept des Kybernetikers Heinz v. Foerster, über triviale und nichttriviale Maschinen, besonders interessant. Es macht Aussagen über die Vorhersagbarkeit und das Verhalten von Systemen/Maschinen, in Abhängigkeit von ihrem innerem Aufbau.

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Triviale Maschinen sind Systeme, die so gebaut wurden, dass sie die von ihrem Konstrukteur erdachte Definition erfüllt. Den Output den ein solches System liefert hängt nicht davon ab welche inneren Zustände sie bereits durchlaufen hat ( sie ist also Vergangenheitsunabhängig ). Man kann auf seinen inneren Aufbau schließen ohne das er einem Konkret bekannt ist ( Black Box ) allein durch ausprobieren aller möglichen eingabe Werte in das System und notieren der dabei herauskommenden Ausgabewerte. Somit ist ein solches System voraussagbar ( F: X+2 , x=2, y=4. y wird für x=2 immer 4 bleiben egal wie oft man den Vorgang wiederholt ).

Nichttriviale Maschinen besitzen mehr als einen inneren Zustand der durch äußere Einflüsse verändert werden kann. In diesem Falle spielen also auch die bereits durchlaufenen Zustände eine Rolle für das Verhalten des Systems auf einen Input: Wenn ich einmal einen bestimmten Input eingebe und einen dazugehörigen Output bekomme, so muss dies beim 2.Mal nicht unbedingt wieder derselbe sein ( er könnte aber, je nach dem welcher innere Zustand gerade vorherrscht ). Das Verhalten eines solches Systems ist durch Ausprobieren nichtmehr vorrausbestimmbar , da bereits für relativ einfach Strukturen die Zahl der Verhaltensmöglichkeiten sehr hoch ist. Solche Systeme sind also ohne eine genaue Kenntnis ihres Inneren Aufbaus nichtmehr vorhersagbar.

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Status

  • OSC-Protokoll als Kommunikationsbasis zwischen den Technologien max/msp/jitter und processing/java eingesetzt.
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  • Softwarebasierter Regelkreislauf entwickelt zwischen Java, Processing und m/m/j.
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  • Konzeption eines erweiterten Kreislaufes mit funktionierender Anbindung des MakeController Kit ( Sensoren + Aktoren ).
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  • Wiimote erfolgreich via m/m/j an den Regelkreislauf angebunden.
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  • Feedbackbasierte "Atmungsfunktion" in das Bensegrity implementiert.
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  • "Puls" für das Bensegrity, auf Basis der Parabeln der Golden Gate Bridge, entwickelt. Demonstration
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  • Rohgerüst für den FogPatch entwickelt Plan des m/m/j-Patches v1.0

Arbeitspakete

  • Iteratives Entwickeln eines immer detailierten Regelkreslaufes für das Bensegrity
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  • Definition von Möglichkeiten den Grundrhytmus des Bensegrity zu Stören.
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  • Mögliche Einfoggung von Wetterdaten aus San Francisco in den Regelkreislauf und Definition deren Auswirkungen auf das Bensegrity.

Links:

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Regelkreis
  2. http://www.medienkunstnetz.de/werke/colloquy-of-mobiles/?desc=full
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Page last modified on December 11, 2007, at 05:31 PM