Recent Changes - Search:

Project

References

Communication



KonzeptFP2

<<

Konzept

Der Kybernetiker Max Bense (1910-1990) war ein leidenschaftlicher Vertreter der klassischen Moderne. Seine Informationsästhetik ist ein Versuch der Synthese von Kunst und Technik, und gleichzeitig ein Beitrag zu unserer feedbackgesteuerten Welt des Pervasive Computing.

Das Projekt fogpatch befragt die Position Benses aus heutiger Perspektive. Auf der Grundlage des Textes "Existenzmiteilung aus San Franzsiko" wird eine traumatische Schmerzerfahrung des Wissenschaftlers aus dem Jahr 1969 als interaktive Medieninstallation rekonstruiert. Die Installation öffnet den Raum für aktuelle Fragen.


Präsentation

Am Ende des zweiten Projektseminars steht die Präsentation einer interaktiven Installation. Ein Teil dieser Präsentation besteht aus einer 23minütigen Tanzperformance von Georg Hobmeier, der als Akteur die Installation beeinflusst. Beim andere Teil der Präsentation sind die Besucher der Installation die Akteure und ihr Verhalten wirkt sich interaktiv auf die Installation aus. Die dadurch entstehenden Feedbackkreisläuft stehen für das Weltbild der Kybernetik und des Kybernetikers Max Bense.


Systemarchitektur

Diese Systemarchitektur soll die geplanten Regelkreisläufe aus der technischen Perspektive skizzieren. Die einzelnen Komponenten sind im folgenden beschrieben.





fogbox

Die fogbox ist das Zentrum der Sternförmigen Struktur und regelt den Nachrichtenfluss zwischen den einzelnen Komponenten. Das fogbrain besteht aus einer mit MAX/MSP/Jitter programmierten Logik und der fogbox. Die fogbox führt Signale der Installation an einer Stelle zusammen und steuert die Komponenten an. Die eingehenden Signale werden innerhalb der fogbox transformiert und als ausgehendes Signale zur Ansteuerung verwendet. In der fogbox enthalten sind:

  • - Netzwerkschnittstellen für die Making Boards
  • - ein Bluetooth-Empfänger für wiimote-Controller (Bewegungssensoren und IR-Tracking)
  • - Anschlüsse für Druckluftventile


Seismische Schwingungen aus San Francisco

Die im Forschungsprojekt Medien entstandene Arbeit verwendet Signale von seismischen Schwingungen aus San Francisco, die Live über das Internet übertragen werden.


Bensegrity

Das Bensegrity ist ein Körper aus Stangen und Muskeln. Die Muskeln werden aus der fogbox angesteuert. Infrarot-Leuchtdioden, die in den Körper eingebaut sind, liefern ein Signal, welches mittels einer Infrarot-Kamera zurück in die fogbox kommt. In der Logik wird versucht, dem Bensegrity ein Körperbewusstsein zu vermitteln. Das entstehende Infrarot-Bild ist eine Information über den körperlichen Zustand des Bensegritys und liefert Ausgangspunkte für die weiteren Muskelbewegungen. Dieser Regelkreislauf wird durch äußere Einflüsse, den weiteren an die fogbox angeschlossenen Komponenten zusätzlich beeinflusst.


Akteur

Der Performance-Künstler Georg Hobmeier tritt als Akteur in einer 23 minütigen Performance auf. Seine Muskeln werden während der Performance mit Elektronik stimuliert.


Petrischale auf Subwoofer mit Infrasounds

In der zentralen Einheit, der fogbox, werden diese tieffrequenten Schwingungen per Livesignal aus einer Erdbebenmesstation in Kalifornien übertragen. Dieses Signal wird als Sound durch den Subwoofer wiedergegeben und durch die Flüssigkeit in der Petri-Schale visualisiert. Über der Schale befindet sich eine Kamera. Das resultierende Live-Videosignal läuft als Feedback zurück zur fogbox. Von dort aus kann das Signal wiederrum als Input für eine andere Komponente dienen.


3D - Modell

Das 3D-Modell der Golden Gate Bridge erlaubt dem Akteur, sich auf Benses Weg über die Brücke zu bewegen. Sein Weg soll 23 Minuten dauern und in 3000 Schritte unterteilt sein. Der Akteuur kann Einfluss auf die Blickrichtung der Kamera nehmen und sich so in der Szene umsehen.


Audio-Part

1. Hobmeier

- The voice of Georg Hobmeier will be recorded whenever his face gets an input of electricity. The recording will be played as soon as Hobmeier gets an other electrical input on his face(memory of body). Depending on the seismic data and time of the performance the recordings will be played delayed with a hall effect again several times.
- Whenever Hobmeier does no sounds expect for breathing it will be amplified.

2. Tensegrity

- The sound of the tensegrity will be recorded via a piezo-microphone. Depending on the position of the virtual Bense on the bridge the sounds will be modified and amplified.
- The foxbox will be recorded and used in some way.

3. Printer

The sound of the printer will be recorded and replayed on different positions of the room.

4. Hendrix

A granular synthesis of the Star Spangled Banner played on Woodstock will be played depending on the seismic data, loudness and position will change.

5. Text-to-Speech

There will be a text-to-speech program which reads what the printer prints.

6. foghorn

The foghorn will be played randomly.

Edit - History - Print - Recent Changes - Search
Page last modified on November 06, 2008, at 10:36 AM