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Wdr1970Das Web2.0/Schwarmdenken scheint eine Art Synthese von zwei Standpunkten, die in der TV-Diskussion zwischen Joseph Beuys und Max Bense 1970 aufeinandertreffen. Der Informationsästhetiker Bense will hier das anthroposophische Menschenbild von Beuys gestisch auf einen Schieberegler herunterbrechen. (:youtube Dmo6pubW-KU:) "Wer am 6. Februar 1970 den WDR einschaltete, konnte am Fernseher verfolgen, wie vier schwitzende Männer vor einer Gruppe üppiger Zimmerpflanzen in aufgeregter Manier über Sinn und Wesen von „Kunst und Antikunst“ diskutierten. Aufsehen erregend war nicht nur das ungewöhnliche Thema, sondern vor allem die illustre Besetzung des Podiums: Der Anthropologe Arnold Gehlen, der Kybernetiker Max Bense, der Architekt Max Bill und der Künstler Joseph Beuys rangen in einer Gesprächsrunde mit dem Titel „Provokation, Lebensstoff der Gesellschaft“ anderthalb Stunden lang um einen zeitgenössischen Kunstbegriff. Das dicht gedrängte Publikum begleitete diesen Schlagabtausch mit aufgekratzten Zwischenrufen und handgeschriebenen Diskussionsbeiträgen. Die erregte Atmosphäre des Abends zeugt von den intellektuellen und emotionalen Widerständen, die die Kunst nach 1945 nicht nur bei Talk-Show-Besuchern, sondern auch bei avancierten Philosophen hervorrief." |