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"Man muss nur festhalten, daß ein wissenschaftlicher Sprachkörper ebenso der Mitteilung dient wie der literarische Sprachkörper. (...) Erkenntnis wie Darstellung fungieren als Medien der Mitteilung."

¬ Max Bense in Literaturmetaphysik, 1950

Aktuelle Diskussionen in den Natur- Geisteswissenschaften tendieren wieder zu deterministischen Weltmodellen. Auch im Bereich der medialen Gestaltung manifestiert sich seit Jahren ein solcher Paradigmenwechsel. Populäre Softwareanwendungen wie processing.org oder Linkportale wie dataisnature.com suggerieren eine Analogie von mathematischen und ästhetischen Strukturen, eine gegenseitige Bedingung von Code und Design, Algorithmik und Gestalt. Ansätze der Kybernetik und der Informationsästhetik aus den 1950er Jahren sind wieder in der Diskussion, wie zahlreiche Publikationen und Tagungen im Bereich elektronischer Medien zeigen. Welches Potential hat diese Wiederentdeckung?

Die Frage nach der Berechenbarkeit von Ästhetik steht im Zentrum der interaktiven Medieninstallation fogpatch von Daniel Fetzner. Die Arbeit wird im Rahmen eines Forschungssemesters im Sommer 2007 in San Francisco und am ZKM in Karlsruhe realisiert.

Als konzeptionelle Ausgangspunkte dienen der Text Existenzmitteilung aus San Franzisco von Max Bense sowie eine TV-Diskussion zwischen Bense und Joseph Beuys - beide Dokumente stammen aus dem Jahr 1970.

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